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Nur
"heimische", Klima angepasste Pflanzenarten verwenden!
Eine Gartenneuanlage sollte nicht nur unter visuell-ästhetischen Gesichtspunkten
durchgeführt werden. Alle Pflanzen haben spezifische Anforderungen
an ihren Standort (Klima, Boden, Licht, Wasser, Nährstoffe, ph-Wert,
benachbarte Pflanzen usw.). Je besser diese Faktoren berücksichtigt
werden, desto größer und dauerhafter ist die Freude am Garten
und desto weniger Probleme, auch im Bereich des Pflanzenschutzes, entstehen
bei dessen Pflege.
Resistente bzw. zumindest
widerstandsfähige / tolerante Sorten bevorzugen!
Bei jeder Pflanzengattung und Pflanzensorte gibt es unterschiedliche Empfindlichkeiten
gegen unbelebte Stressfaktoren und belebte Gegenspieler wie Krankheiten
und Schädlinge. Ein Kompromiss zwischen den Vor- und Nachteilen einer
gepflanzten z.B. Rosen- oder Rhododendronsorte muss bewusst getroffen
und darf nicht dem Zufall überlassen werden.
Bei
Neupflanzung sollten resistente bzw. weniger empfindliche Sorten bevorzugt
werden.
Die Ruheperiode der Vegetation
ist die beste Zeit für die Neupflanzung der Gehölze!
Laubgehölze und die schon im Herbst aus der Baumschule geholten Koniferen
sollten nach Möglichkeit im Spätherbst (November) gepflanzt
werden. Die Pflanzung im Frühjahr ist auch möglich, ganz besonders
dann, wenn sie noch während der Ruheperiode, das bedeutet, vor dem
Beginn des Austriebes durchgeführt wird. Die Voraussetzung des Erfolges
ist aber, dass die Pflanzen im Winter nicht übermäßig
ausgetrocknet sind. Dies ist eher dann zu befürchten, wenn die Gehölze
nicht einzeln, sondern zu mehreren zusammengebunden im Erdreich des Verkaufsstandortes
zu finden sind. Dies lässt vermuten, dass nicht alle Wurzeln im Winter
durch die Erde lückenlos umgehüllt waren, was das Austrocken
und folglich sogar das Erfrieren fördern konnte.
Keine Kompromisse bei der
Qualität und Gesundheit des Pflanzenmaterials!
Nur gesundes Pflanzenmaterial sollte verwendet werden. Markenqualität
und ein guter Ruf der Baumschule bringt Sicherheit. Wer hier an der falschen
Stelle spart, kann oft unangenehme Überraschungen erleben.
Eine Standortvorbereitung
sichert den Erfolg!
Bäume und Sträucher dürfen nicht durch kleine, mit sehr
guter Erde gefüllte Pflanzlöcher "verwöhnt" werden.
Die Bäume sollten von Anfang an "gezwungen" werden, nach
den Nährstoffen zu suchen und ihre Wurzelsysteme so schnell und so
breit wie möglich auszubauen. Je größer die Pflanze ist
und je länger sie an ihrem Standort bleiben soll, desto gründlicher
(tiefer, breiter) muss der Boden vor der Bepflanzung vorbereitet werden.
Das Pflanzloch sollte zumindest doppelt so tief und breit sein, wie das
Wurzelwerk ausgehoben wird. Der Untergrund des Pflanzloches sollte gut
gelockert werden.
Ein Baumpfahl verhindert die windbedingten Bewegungen des Baumes, die
zum Abreissen der Haarwurzeln führen können.
Der Schnitt der Gehölze
nach der Pflanzung ist notwendig!
Jede Umpflanzung ist unwiderruflich mit Verletzungen der Wurzel oder zumindest
mit der Reduzierung ihrer Aufnahmefähigkeit und folglich mit der
Störung des Wasserhaushaltes verbunden.
Damit die durch die Überwinterung sowieso schon "strapazierte"
Pflanze nicht mehr Wasser durch die Verdunstung abgibt, als sie mit ihrem
noch nicht angewachsenen Wurzelsystem aufnehmen kann, sollte die Verdunstungsfläche
(Triebe, Blätter) durch Schnitt reduziert werden. Lieber ein starker
als ein zu schwacher Schnitt, lautet dabei die Devise.
Wühlmäuse!
Bei Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern in Wühlmaus
gefährdeten Regionen sollten diese am besten in "Wühlmauskörbe"
aus Maschendraht gepflanzt werden.
Die Pflanzung!
Die Wurzeln sollen im Pflanzloch regelmäßig verteilt werden.
Da sich der Boden nach der Pflanzung noch setzen wird, sollten die Gehölze
etwa 5 cm höher gepflanzt werden, als sie in der Baumschule
gestanden haben, um im Endeffekt die gleiche Tiefe zu erreichen.
Nach der Pflanzung reichlich
gießen!
Nach dem Pflanzen und dem Schnitt soll das Wurzelsystem durch reichliches
Gießen verschlammt werden.
Eine "Gießmulde" um das Pflanzloch erleichtert das Gießen.
Die Wurzeln wachsen breiter
als die Krone!
Das Gießen oder später auch das Düngen sollte am äußeren
Rand des Wurzelsystems erfolgen, was zu einer noch breiteren "Penetration"
durch die Wurzel anregt. So behandelte Bäume und Sträucher werden
widerstandsfähiger gegen unterschiedliche Stressfaktoren als die
schon von Anfang an "verwöhnten" und dadurch mit einem
schwachen Wurzelsystem ausgestatteten Artgenossen.
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