Aktuelle Pflanzenschutzprobleme- und Maßnahmen
Februar.
Auszüge aus dem Buch "Mein gesunder Obstgarten"
Schildläuse
Die markanteste, die erfolgreiche Bekämpfung erschwerende Eigenschaft
von allen Schildläusen ist, dass das Weibchen die Eier unter dem
eigenen Körper ablegt und anschließend stirbt. Es entstehen
dadurch bis zu einige Monate lang dauernde Entwicklungsphasen, in denen
die Schädlingsembryos durch die Eihaut und durch den Weibchenschild
"doppelt" geschützt sind. Die Schlüpfzeit der Larven
ist auch unterschiedlich.
Napfschildlaus (Eulecanium
corni)
Die Napfschildlaus ist eine weit verbreitete Schildlausart, die in erster
Linie auf Pflaumen und Zwetschen zu finden ist. Pfirsiche, Reben, Stachel-
und Johannisbeeren und andere Laubgehölze können aber auch befallen
werden. (Zur schrittweisen Erklärung der Schadbildentwicklung
klicken Sie bitte die dunklen Pfeile unterhalb der Grafik!)
Gemeine Kommaschildlaus
(Lepidosaphes ulmi)
Diese bei uns bekannteste Schildlausart kommt in erster Linie auf Apfel-,
aber auch auf Birn-, Kirschen- und Pflaumenbäumen und sogar auf Johannis-
und Stachelbeeren sowie bei vielen Zierbäumen vor.
Im Winter können die Schildlauskrusten am besten mit einer Drahtbürste
abgekratzt werden.
Eine Austriebsspritzung ist praktisch nur im Verbund mit dem Abkratzen
der Schilder wirksam, da die Eier nur so mit dem Austriebspritzmittel
erreicht werden können.
Eine erfolgreiche Bekämpfung garantiert eine Behandlung der Larven
im Mai/Juni, nachdem sie die Schilder verlassen und bevor sie ihr eigenes
Schild aufgebaut haben. Da es sich praktisch um wenige Tage handelt, lohnt
es sich schon ab dem Ende der Blüte die Schildläuse mit einer
Lupe zu beobachten, um die gerade ausgeschlüpften "ungeschützten"
Larven mit einer Spritzmaßnahme zu "erwischen".
Die bei der Napfschildlaus genannten Bekämpfungsmittel sind auch
bei diesem Schädling wirksam.